Einige Begriffe, Fragen und Antworten

Energieberatung

Ich möchte mein Haus energietechnisch untersuchen lassen. Wo finde ich die qualifizierten Fachleute?

Das Programm «starte! – jetzt energetisch modernisieren» bietet vergünstigte Energieberatungen für EigentümerInnen von Einfamilien- und kleinere Mehrfamilienhäusern an.


GEAK®

Was ist eigentlich der GEAK®? Und was bringt er mir als HauseigentümerIn?

Der GEAK® ist der offizielle Gebäudeenergieausweis der Kantone. Er zeigt zum einen, wie energieeffizient die Gebäudehülle ist und zum anderen, wie viel Energie ein Gebäude bei einer Standardnutzung benötigt. Der ermittelte Energiebedarf wird jeweils in Klassen von A bis G (von sehr energieeffizient bis wenig energieeffizient) anhand einer Energieetikette angezeigt. So erhalten Sie als LiegenschaftenbesitzerIn eine objektive Beurteilung des energetischen Zustandes und der Effizienz ihres Gebäudes. Der GEAK® ist in der ganzen Schweiz gleich. Eine gute Einführung und Übersicht zum Thema GEAK® erhalten Sie auch in einem dazu realisierten Film (anschauen).


GEAK®Plus

Was ist der Unterschied zwischen GEAK®Plus dem GEAK®?

Der vom GEAK®-Experten erstellte Beratungsbericht, kurz GEAK®Plus genannt, zeigt konkrete Massnahmen auf, wie ein Gebäude im Bereich Energie auf Effizienz getrimmt werden kann. Ein tiefer Energieverbrauch lässt Immobilienbesitzer nicht nur längerfristig Geld sparen, sondern trägt auch zur Werterhaltung der Immobilie bei. Der Bericht bietet ergänzend zum GEAK®:

  • eine konkrete Liste von Massnahmen, wie die Energieeffizienz verbessert werden kann;
  • eine Priorisierung der Massnahmen, passend zur individuellen Situation der Gebäudebesitzerinnen und -besitzer, vom minimalen Massnahmenpaket bis zur Modernisierung nach Minergie P-Standard;
  • bis zu drei Varianten, wie die Erneuerung durchgeführt werden kann;
  • die Möglichkeit, zukünftige Gebäudeerweiterungen mit zu erfassen und zu berechnen;
  • eine Schätzung der notwendigen Investition und der Unterhaltskosten sowie der Betriebskosteneinsparung als Entscheidungshilfe;
  • die Berechnung von Förderbeiträgen, was eine Ermittlung der tatsächlichen Investition ermöglicht;
  • eine neutrale Beratung und fachliche Unterstützung bei der Auswahl der Erneuerungsmassnahmen.

Heizungsersatz

Ich will meine Öl- oder Gasheizung ersetzen. Gibt es dafür einen kantonalen Förderbeitrag?

Nein. Einzelne Gemeinden fördern den Ersatz mit einer Wärmepumpe oder Holzfeuerung. Übersicht siehe auf www.energiefranken.ch. Oder fragen Sie direkt in Ihrer Gemeinde nach. Im Rahmen des Programms «starte!» wird die Energieberatung beim Heizungsersatz (für EKZ-KundInnen) mit einem finanziellen Anreiz gefördert.

Seit Februar 2010 fördert der Kanton den Ersatz einer Elektro-Widerstandsheizung mit einer Erdsonden-Wärmepumpe im ganzen Kantonsgebiet. Das frühere EKZ-Förderprogramm ist auf den Kanton übergegangen. Neben dem kantonalen Beitrag stellt mir auch die Gemeinde noch einen Beitrag in Aussicht. Kann ich mit beiden Beiträgen rechnen?

Solange der Beitrag der Gemeinde kleiner ist als der kantonale, wird zusätzlich auch der kantonale ausbezahlt.


Solaranlagen

Stimmt es, dass im Gegensatz zu früher für thermische Solaranlagen keine Förderbeiträge mehr ausgerichtet werden?

Ja das stimmt, mindestens was die kantonalen Förderbeiträge anbetrifft. Im Rahmen der allgemeinen Leistungsüberprüfung wurden diese Beiträge auf Anfang 2017 gestrichen. Es gibt aber Gemeinden im Kanton Zürich, die den Bau von thermischen Solaranlagen finanziell unterstützen.

Gibt es im Kanton Zürich eine Förderung für photovoltaische Anlagen?

Nein. Auf kantonaler Ebene ist im Herbst 2009 die Spezialaktion abgeschlossen worden, da die bewilligten 3 Mio. Franken bereits ausgeschöpft waren. Auf Bundesebene ist das Instrument der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) etabliert. Allerdings besteht für die Photovoltaik eine lange Warteliste (weitere Details auf www.swissgrid.ch). Im Kanton Zürich fördern auch die EKZ die Erzeugung von Solarstrom und unterhalten dazu die Solarstrombörse. Einzelne Gemeinden unterstützen den Bau von Solarstromanlagen finanziell. Erkundigen Sie sich direkt vor Ort.


«starte!»

Was ist «starte!»? Gibt es finanzielle Unterstützung?

«starte!» ist das Programm zur Förderung von energiebewusster und klimafreundlicher Modernisierung von Wohnbauten im Kanton Zürich. Nach dem Motto «informieren – aktivieren – profitieren» werden Info-Veranstaltungen (Themen-Referate, Fachausstellung) in den Gemeinden und individuelle Energieberatungen zu vergünstigten Konditionen angeboten. «starte!» ist aber kein Förderprogramm, das Gelder oder Subventionen verteilt.

Als Organisatoren und Veranstalter haben sich die Baudirektion Kanton Zürich, die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich und die Zürcher Kantonalbank in einer Programm-Partnerschaft zusammen geschlossen. Geplant sind im Zeitraum von Mitte 2013 bis Ende 2014 rund 30 Veranstaltungen in den Gemeinden im Kanton Zürich. Als Veranstalter treten in der Regel die Gemeinden auf, die dann ihre HauseigentümerInnen zum Anlass einladen.


Wärmekostenabrechnung (verbrauchsabhängig)

Wir haben bereits elektronische Heizkostenverteiler installiert? Nun müssen wir diese ersetzen. Erhalten wir dafür auch einen Förderbeitrag?

Nein, der Förderbeitrag wird nur für neue Installationen in bestehenden Gebäuden ausbezahlt. Ausnahme: die Umrüstung von Verdunstungszählern auf elektronische Heizkostenverteiler wird unterstützt.